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Kiel soll zum Labor werden

Jan 29, 2019

Kann Kiel ausreichend Versorgung für E-Mobile leisten? Die Stadtwerke und Partner sagen jetzt: Ja. Sie erklären Kiel gleich zum „Reallabor für E-Mobilität“ – und wollen auch für bessere Luft sorgen. Bis Ende 2020 soll das von Forschern koordinierte Projekt „weltweiten Vorbildcharakter“ erhalten.

Kiel

So erklärten die Stadtwerke Kiel am Montag ihre Absichten für das Projekt, dessen Bandbreite wirkmächtig erscheint: Die Christian-Albrechts-Universität Kiel, das Energieunternehmen ABB AG Mannheim, das Fraunhofer-Institut in Magdeburg, die Landeshauptstadt und ihre Unternehmen Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG), Seehafen sowie Stadtwerke wollen an einem Strang ziehen, um ein "intelligentes und flexibles Stromnetz" zu erstellen, so die Erklärung.

 Von Niklas Wieczorek

Von Niklas Wieczorek

Unter Strom: Stefan Dietrich (rechts) und Bastian Bauhaus von den Stadtwerken sind zuversichtlich, dass in diesem und im kommenden Jahr zu den derzeit 42 öffentlichen Ladepunkten in Kiel bis zu 200 weitere dazukommen. Quelle: Frank Peter

 

Flexibles Stromnetz geplant

Binnen zwei Jahren will das Projekt Kielflex Antworten liefern: "Wir wollen das Kieler Stromnetz noch flexibler steuern und darüber Wege finden, die neuen Lasten intelligent in die bestehenden Netze zu integrieren", sagt Henning Schröer, Abteilungsleiter in der Stadtwerke-Netzgesellschaft. Ein Teil der Lösungen sollen kleine Speicher in Ladestationen sowie "Dämpfungslasten" sein.

Ein Stadtquartier wird Vorreiter

Im Mittelpunkt steht auch CAU-Professor Marco Liserre: "In Kiel haben wir in den letzten Jahren die Kompetenzen und Netzwerke aufgebaut, um die Forschung an und den Transfer von Energielösungen entscheidend voranzutreiben", sagt der Inhaber des Lehrstuhls für Leistungselektronik. Zunächst soll das flexible Stromnetz im Labor der Technischen Fakultät erprobt werden – anschließend werde ein Stadtquartier definiert, um Kielflex real zu testen.

Mehr Ladesäulen ohne viele Baustellen

Dort werden Ladesäulen extrem ausgebaut, ohne aufwendig neue Leitungen zu verlegen. Trotz notwendigen Ausbaus sollen verhältnismäßig wenige Baustellen notwendig werden. Und überhaupt: Das 6,5-Millionen-Euro-Projekt Kielflex soll bis 2020 an bis zu 200 strategisch günstigen Stellen neue Ladepunkte positionieren. Auf eine Mindestzahl wollen sich die Stadtwerke auf Nachfrage allerdings nicht festlegen.

 

Die Ladestationen der Stadtwerke in Kiel finden Sie hier. Außerdem bieten der Branchenverband BDEW sowie die Bundesnetzagentur Übersichten.

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  • Our research is focused on the design of high efficient and reliable PWM-based power converter architectures (single-cell, multi-cell, multilevel), their modelling and control to exploit commercial as well as new power semiconductor devices with minimum over design.
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